3. Frankfurter Gerinnungssymposium erfährt sehr große Resonanz.

Pressebericht Hach-Wunderle, 01.09.2012


Anknüpfend an die Erfolge der Ver­an­stal­tungen in den beiden vorange­gangenen Jahren, erhöhte sich in diesem Jahr die Zahl der Teilnehmer auf mehr als 350. Auf dem Universitätscampus West­end in Frankfurt kamen am 31. August und am 1. September 2012 Experten und Interessenten an der Hämostaseologie (Lehre von der Blutgerinnung) aus sehr unterschiedlichen Fachgebieten zu­sam­men, u.a. aus Gefäßmedizin, Labor- und Transfusionsmedizin sowie Pharmakologie und forschender Pharmaindustrie, um wich­tige Neuerungen miteinander zu diskutieren.


Schließlich gab es noch nie eine so rasante Entwicklung von effektiven thrombosehemmenden Medikamente in so kurzer Zeit wie gerade im Augenblick. Zahlreiche neue orale Antikoagulanzien und Thrombozytenfunktionshemmer befinden sich auf dem Markt oder stehen unmittelbar vor der klinischen Zulassung. Daraus ergeben sich wichtige Fragen und Herausforderungen für Ärzte, die die Substanzen nun bereits bei ihren Patienten im klinischen Alltag einsetzen, aber auch bezüglich spezieller Gerinnungsuntersuchungen, die im Bedarfsfall angefordert werden.


Weitere Hauptthemen beim 3. Frankfurter Gerinnungssymposium waren Updates zur venösen Thromboembolie, zu mitunter lebensbedrohlich verlaufenden Blutungskrankheiten und zu schwangerschaftsassoziierten Komplikationen. Intensiv diskutiert wurde darüber hinaus die operative Thromboembolieprophylaxe in der orthopädischen Chirurgie mit niedermolekularen Heparinen oder Fondaparinux in Spritzenform einerseits gegenüber den neuen oralen Antikoagulanzien in Tablettenform andererseits.


Ein Highlight eines jeden bisherigen Frankfurter Gerinnungssymposiums sind die instruktiven Kasuistiken. Eindrucksvolle Fallbeispiele wurden dieses Mal zum Antiphospholipid-Syndrom, zur paroxysmalen nächtlichen Hämoglobinurie und zu verschiedenen Formen der Thrombozytopenie präsentiert und dann mit all ihren Facetten intensiv mit den Teilnehmern erörtert.


Schließlich wurden neue Aspekte zum Gendiagnostikgesetz mit potenziellen Auswirkungen auf die Arbeit der Gerinnungsexperten lebhaft diskutiert.


Die Veranstalter haben dafür gesorgt, dass in den Sitzungen sowie auch in den Pausen ausreichend Zeit für intensive und stimulierende kollegiale Diskussionen blieb. Die überaus positive Resonanz zeigt, dass sich das Frankfurter Gerinnungssymposium bereits jetzt zu einer festen Institution bei allen Gerinnungsinteressierten entwickelt hat. Es ist anzunehmen, dass auch das 4. Symposium am 30./31. August 2013 wieder auf reges Interesse stoßen wird.